[:cs]Německá Morava – Soutěž pro středoškoláky
Neue Publikation zu dem Prager Dichter Johannes Urzidil
„Der knapp 600 Seiten starke Band ist dem Prager deutschen Autor Johannes Urzidil und seinem Werk gewidmet. Er enthält 31 Beiträge von 33 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener Fachdisziplinen aus Europa und den USA zu fast allen Bereichen des weit gefächerten Urzidilschen Werkes. Dieses befasst sich mit Prag und Böhmen ebenso wie mit New York und den USA, berührt aber z. B. auch England, Italien oder Spanien. Urzidil war nicht nur der „große[] Troubadour jenes für immer versunkenen Prag“, wie Max Brod ihn genannt hat, sondern er hat sich auch weit mehr als die meisten anderen Exilautoren „tief auf […] die Kultur des Gastlandes eingelassen“, wie schon Egon Schwarz festgestellt hat. Urzidils Werk ist daher für Germanisten, Slavisten, Anglisten, Historiker und Kunsthistoriker gleichermaßen von großem Interesse. Sowohl der Lyriker als auch der politische Journalist, sowohl der Kunstschriftsteller, -historiker und -sammler als auch der Erzähler, sowohl der Literarhistoriker als auch der Essayist, sowohl der Biograph als auch der Rundfunkautor, sowohl der Übersetzer (aus dem Tschechischen und dem Englischen) als auch der Briefschreiber als auch der Historiker Urzidil werden in dem neuen Band thematisiert, Urzidils geistiges Profil wird konturiert und auch die Publikations- und Rezeptionsgeschichte nachgezeichnet. Johannes Urzidil, der bedeutende Schriftsteller der literarischen Moderne und wichtige „hinternationale“ Mittler zwischen Deutschen und Tschechen, Christen und Juden, Europa und Amerika, kann so (erneut) entdeckt und wieder stärker im kulturellen Gedächtnis verankert werden.“ (Klaus Johann, einer der Herausgeber)
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Film und Diskussion über den aus Müglitz gebürtigen Otto Wolf
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Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen der Stiftungsprofessur in Olmütz
Am 11. April wurden die Feierlichkeiten mit einem Seminar und anschließender Diskussion fortgesetzt: Neben dem Olmützer Stiftungsprofessor sprachen auch Gerhard Seewann aus Pécs in Ungarn und Andras Balogh aus dem rumänischen Kluj über ihre Tätigkeit als Stiftungsprofessoren.
Festrede des Stiftungsprofessors Doz. Jörg Krappmann
Medien

Deutschland seit 20 Jahren Partner des tschechischen Hochschulwesen
Feier zum zehnjährigen Bestehen der Stiftungsprofessur in der Arbeitsstelle für deutschmährische Literatur in Olmütz
Am 10. April 2013 wird das zehnjährige Bestehen der Stiftungsprofessur in Olmütz und deren zukünftige Verstetigung gefeiert. Die Schirmherrschaft über die Feier übernahm der Beauftragte für Kultur und Medien der Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland, Bernd Neumann und der Außenminister der CR, Karel Schwarzenberg. Zur Feier geladen sind Vertreter wichtiger deutscher und österreichischer Institutionen, mit denen der Lehrstuhl für Germanistik und die Palacky-Universität zusammenarbeitet: Botschaft der BRD, DAAD, Goethe-Institut, Volkswagen Stiftung, Konrad Adenauer Stiftung, Deutsch-tschechischer Zukunftsfond, Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Deutsches Kulturforum östliches Europa, Adalbert Stifter Verein, Collegium Carolinum, Sudetendeutsche Akademie, österreichisches Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, Österreichisches Kulturinstitut, Partner-Germanistiken, tschechischerseits dann Vertreter des Außen- und des Bildungsministeriums, Vertreter der Parlamentsgruppe für auswärtige Angelegenheiten, Vertreter regionaler Politik. Die hochkarätige Besetzung der Feier (der ein Symposium zum Sinn und Ergebnissen der Stiftungslehrstühle in Europa folgen wird) bietet die Möglichkeit, die langjährige Unterstützung der tschechischen Forschung, Lehre, Kultur und Kunst vonseiten Deutschlands und Österreichs zu reflektieren und zu würdigen.
Die „Stiftungsprofessur für deutsche Literatur in den böhmischen Ländern“ wurde vom Bundesminister für Kultur und Medien der Bundesrepublik Deutschland an der Palacky-Universität Olmütz im Jahre 2003 als die erste Stiftungsprofessur, die die Bundesregierung in einem europäischen Nachbarland initiierte, eingerichtet und mit einer Anschubfinanzierung für die ersten 5 Jahre in Höhe von 300 000 E ausgestattet. Der Stiftungslehrstuhl wurde der hier seit 1997 bestehenden „Arbeitsstelle für deutschmährische Literatur“ und dem Lehrstuhl für Germanistik einverleibt, zum Stiftungsprofessor wurde Dr. habil. Jörg Krappmann ernannt.
Im Grußwort anlässlich der Inaugurationsfeier formulierte Staatsministerin Dr. Christina Weiss die Erwartungen, die die Bundesregierung in die Einrichtung des Stiftungslehrstuhls legte und anerkannte zugleich die Leistungen, die hier, im Lehrstuhl für Germanistik, bei der Pflege der deutschen Kultur aus Böhmen und Mähren bereits erbracht wurden:
„Es ist der Wunsch aller derjenigen, die sich dem Beitrag der Deutschen zur Kultur und Geschichte Mittel- und Osteuropas als Wissenschaftler zuwenden oder sich ihm als Politiker verpflichtet wissen, dass diese Beschäftigung in besonderer Weise an den Universitäten vor Ort gepflegt und weiterentwickelt wird. Nirgendwo kann man soviel über die deutsche Literatur der Kulturlandschaften Böhmen oder Mähren erfahren, nirgendwo ist die Aufgeschlossenheit und die Bereitschaft, sich wissenschaftlich oder pädagogisch für diesen Kulturbeitrag zu engagieren, so groß, wie gerade in diesen Regionen selbst. Hier am Germanistischen Lehrstuhl, wo Tschechen und Deutsche gemeinsam wissenschaftlich arbeiten und sich besonders der Erforschung der in deutscher Sprache verfassten mährischen Literatur verschrieben haben, wird ein sehr wesentlicher und höchst anerkennenswerter Beitrag geleistet zur Bewahrung eines gemeinsamen Erbes, das Deutsche und Tschechen miteinander verbindet. Dies auch in der Zukunft zu erhalten und zu fördern und damit nicht nur dem wissenschaftlichen Fortschritt zu dienen, sondern auch die deutsch-tschechische Verständigung im Rahmen eines vereinten Europa weiter zu entwickeln, ist ein Anliegen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland; es hat die Bundesregierung und mein Haus bei der Errichtung der Stiftungsprofessur geleitet.“
Der Stiftungsprofessor beteiligt sich seither an den Aktivitäten der Arbeitsstelle als einer deren wissenschaftlichen Leiter und Garanten. Seine Aktivitäten liegen in drei Tätigkeitsbereichen: der Forschung, der Lehre und der Öffentlichkeitsarbeit. Die Arbeitsstelle erreichte in allen drei Sparten in den vergangenen zehn Jahren bemerkenswerte Resultate, die europaweit anerkannt werden:
Im Bereich der Grundlagenforschung wurden ca. 2500 vergessene Autoren und Texte der deutschmährischen Literatur neu entdeckt, gesammelt, in Datenbanken verzeichnet, kommentiert, wissenschaftlich ausgewertet, neu ediert, kontextualisiert, für den Zugriff der Literaturgeschichtsschreibung und der Leserschaft bereit gestellt. In vier wissenschaftlichen und einer populären Bücherreihe gab die Arbeitsstelle bisher 32 Publikationen zum Thema deutschmährische und deutschböhmische Literatur heraus, die Mitarbeiter der Arbeitsstelle publizierten dutzende von wissenschaftlichen Studien in Zeitschriften und Sammelbänden.
Dabei gelang es in den letzten Jahren, in Zusammenarbeit mit der Germanistik in Prag, die regionale Literaturforschung an den literaturtheoretischen und methodologischen Diskurs in Deutschland anzubinden. Dadurch wird die Konkurrenzfähigkeit der tschechischen Germanistiken mit der Inlandsgermanistik weitgehend hergestellt. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse einer ethnologisch-anthropologisch verstandenen Literatur- bzw. Kulturwissenschaft wurde ein Verständnis von Region entwickelt, das diese von allen abwertenden Kriterien im Sinne von Provinz befreit. Anhand der eng umrissenen, dennoch komplexen Zusammenhänge innerhalb der Region können so Ergebnisse erzielt werden, die von der global ausgerichteten Kulturwissenschaft zwar gefordert, aber aufgrund der immensen Datenfülle letztlich nicht erreicht werden können. Gerade Böhmen und Mähren, mit seinen ethnischen, kulturellen und geistesgeschichtlichen Verwicklungen bietet reichhaltiges Potential, das durch breitere Forschung zu beispielhaften Ergebnissen auch für weitere Regionen führen wird.
Um ihren Forschungsschwerpunkt sammelte die Arbeitsstelle einen großen Kreis von Partnern und Mitarbeitern aus Deutschland und Österreich und ist – vor allem dank der Initiierung und Organisation von internationalen Tagungen – zur anerkannten Forschungs- und Begegnungsstätte geworden. Zu den Partnerinstitutionen zählen sowohl Germanistikinstitute in Österreich, Deutschland, Polen und Ungarn (Wien, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Potsdam, FU Berlin, TU Dresden, Konstanz, Weimar, Chemnitz, Breslau, Budapest) als auch außeruniversitäre Forschungsstellen und Kulturinstitute (Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa Oldenburg, Deutsches Kulturforum östliches Europa Potsdam, Adalbert Stifter Verein München, Collegium Carolinum, Sudetendeutsche Akademie, Haus des deutschen Ostens, Kulturgilde Esslingen u.a.m).
Der Stiftungsprofessor wahrt die für eine Universitätseinrichtung typische Doppelfunktion, verbindet Forschung und Lehre, indem das Team der Arbeitsstelle sowohl aus erfahrenen Wissenschaftlern als auch aus 10 bis 30 Studenten verschiedener Studienabschnitte besteht. Diese Zusammensetzung des Forscher-Teams garantiert Ausbildung im Forschungsprozess: Unter der Ägide der Arbeitsstelle verfassen und publizieren Studenten und Doktoranden ihre ersten wissenschaftlichen Studien und lernen schrittweise die Methoden wissenschaftlichen Arbeitens. Die deutschböhmische und deutschmährische Literatur und Kultur ist prüfungsrelevantes Fach: in jedem Semester werden mindestens drei Veranstaltungen zu diesem Schwerpunkt angeboten. Zudem wurde der Lehrstuhl zu einem Anlaufpunkt von Doktoranden aus Deutschland und Österreich (Köln, Leipzig, München, Wien, Graz), die die Konzeption ihrer Dissertationsvorhaben oder Teile davon, die im Bereich der mährischen, böhmischen, aber auch der Prager deutschen Literatur liegen, vor Ort mit den ansässigen Fachkräften diskutieren. Die eigenen Doktoranden des Lehrstuhls fanden wiederum Aufnahme in die internationale Doktorandenschule Konzepte gegenwärtiger Literaturtheorien und Methoden des Vladimir-Admoni-Programms des DAAD.
Die Öffentlichkeitsarbeit wendet sich vor allem dem tschechischen Publikum zu, das über ein recht geringes Bewusstsein über die Wichtigkeit der deutschen Komponente in der Geschichte und Kultur des eigenen Landes verfügt, was als Folge der ideologisierten Kulturpolitik des sozialistischen Totalitarismus der vergangenen Jahre (als deutsche Themen tabu waren), und aber auch des heutigen Rückzugs des Deutschen als Kultursprache Mitteleuropas, zu deuten ist. Vornehmlich ans tschechische Publikum wendet sich die Arbeitsstelle mit Dichterlesungen, Ausstellungen, Rundfunksendungen, der Bücherreihe tschechischer Übersetzungen belletristischer Texte, poetica moravie, populären Veröffentlichungen, populären Forschungsberichten in der lokalen Presse usw. Die vor kurzem abgeschlossene Präsidentschafts-Wahlkampagne in Tschechien, in der die deutsch-tschechische Vergangenheit des Landes missdeutet, missbraucht und als „deutsche Karte“ zum Schüren von Ressentiments und Aufwärmen nationalistischer Mythen instrumentalisiert wurde, hat gezeigt, wie wichtig die Aufklärungsarbeit und objektive, wissenschaftlich untermauerte Berichterstattung über dieses Thema ist.
Der Stiftungsprofessor versteht seine Tätigkeit – im Sinne der Erwartungen der Bundesregierung – als einen Beitrag zur Bewahrung eines gemeinsamen mitteleuropäischen Kulturerbes. Deswegen müssen zu seinem Tätigkeitsbereich auch weiterreichende Aktivitäten gezählt werden, wie die Gründung eines (heute) selbständigen Zentrums für judaistische Studien (dessen Mitarbeiter sich schwerpunktmäßig mit der Geschichte der Juden aus Böhmen und Mähren beschäftigen), und die Etablierung eines neuen Studienprogramms „Deutsch als Sprache der Geisteswissenschaften“, das dem angesprochenen Rückzug des Deutschen als Kultur- und Wissenschaftssprache Tschechiens und Mitteleuropas Einhalt gebieten will. Das neue Studienprogramm wurde mit Unterstützung der Volkswagen Stiftung eingerichtet; der Lehrstuhl erhielt für diese Aktivität im Jahre 2010 den „Kulturpreis deutsche Sprache“ verliehen.
Die Existenzgrundlage des Stiftungslehrstuhls und der Arbeitsstelle für deutschmährische Literatur bildete bis 2012 der Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Palacky-Universität. Demnach wurde die Stelle des Stiftungsprofessors und dessen Ausstattung mit Sachmitteln weitere fünf Jahre von der Universität und der Philosophischen Fakultät finanziert. Nach Ablauf dieser vertragsmäßig garantierten Frist beschloss der Rektor der Palacky-Universität die Stelle des Stiftungsprofessors auf Dauer zu verstetigen.
Ingeborg Fiala-Fürst
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Einladung zu einer Tagung für Jugendliche ab 16 Jahren in Bad Kissingen
Gegenwärtig erleben wir den Übergang von der Industrie- zur Informationsgesellschaft. Der Zugang zu Wissen gehört zu den wesentlichen Grundlagen für Innovationen und damit der Weiterentwicklung der Gesellschaft. In vielen Lebensbereichen erfolgt ein radikaler Wandel. Ob Arbeit, Bildung oder Mobilität – überall macht sich der Umbruch von analoger zu digitaler Welt bemerkbar. Parallel dazu führen eine immer älter werdende Bevölkerung oder die Herausforderungen des Klimawandels zu gravierenden Veränderungen. Viele aktuelle gesellschaftliche Debatten beschäftigen sich mit diesen Fragen. Gleichzeitig werden die Forderungen nach Transparenz und Beteiligung lauter. In diesen Prozessen besitzen der Zugang zu Informationen und der Erwerb von Wissen eine herausragende Bedeutung. In unserem Seminar wollen wir uns mit den wesentlichen gesellschaftlichen Fragen auseinander setzen. Theorie und praktische Übungen ergänzen sich dabei.
Neben Vorträgen und Gruppenarbeiten ist eine thematische Halbtagesexkursion mit dem Thema „Menschenrechte“ mit einschlägiger Führung und Gesprächen nach Nürnberg vorgesehen. Die Tagung beginnt am Montagvormittag und ist am Freitagnachmittag zu Ende. Das vollständige Tagungsprogramm sowie ein Anmeldeformular können Sie ebenfalls bei uns anfordern. Es können Auszubildende, Oberstufenschüler, Studierende aus Deutschland und den östlichen Nachbarländern an diesem Workshop teilnehmen. Die Kosten betragen 80,00 Euro inkl. Unterkunft, Verpflegung und Programmkosten, zuzüglich 6,80 Euro Kurtaxe. Eine Ermäßigung ist für Teilnehmende aus Ostmitteleuropa und Bedürftige vorgesehen. Die Tagung wird von der Erwachsenenbildnerin Silvia Daniel geleitet.
Bitte melden Sie sich umgehend, spätestens bis zum 10. April 2013, bei uns an. Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Anmeldungen und Anfragen sind unter dem Stichwort: „Gesellschaft im Umbruch“ ab sofort möglich an: „Der Heiligenhof“, Alte Euerdorfer Straße 1, 97688 Bad Kissingen, Fax: 0971/7147-47 oder per Mail an:
Pragestt – Prager Germanistische Studententagung
Am PRAGESTT nahm ich zum ersten Mal 2012 teil und präsentierte da die bestehenden Resultate meiner Dissertation, die sich mit der deutschmährischen Literatur der ästhetischen Moderne auseinandersetzt. Den Schwerpunkt meines ersten Beitrags bei PRAGESTT (2012) bildete die Lyriksammlung Empfindames Notierbüchlein von dem Brünner Schriftsteller, Essayist und Rezensent Eugen Schick. Schicks Mittelachsengedichte weisen durch ihre Form auf eine Vorlage in dem berühmten Phantasus von Arno Holz hin und stehen qualitativ eindeutig höher als die Lyrik der sg. Holzschule.
Für den 3. Jahrgang der PRAGESTT (2013) wurden drei Texte der deutschmährischen Literatur zum Thema meines Beitrags – die Erzählungen Margarete von Marie von Ebner-Eschenbach und Das Tulpenlicht von Hans Müller und das Drama Liebe von Franz Schamann. Die Protagonistinnen dieser Texte sind eindeutig zu den Frauentypen „femme fatale“ bzw. „süßes Mädel“ zuzuordnen, die die Literatur der Wiener Moderne prägen. Die deutschmährischen Autoren scheinen jedoch die genannten Typisierungen mit naturalistischen Motiven des gesellschaftlichen Aufstiegs zu verbinden und widersprechen somit (wenigstens was die mährische Region angeht) der üblichen These über das Ausbleiben des Naturalismus in Österreichischen Ländern.
Alžběta Peštová
Eine literarisch-historische Feature über die Geschichte des deutschen Sternberg in Mähren
Pädagogen und Forscher aus Ausland in der Arbeitsstelle
„Die Arbeitsstelle für deutschmährische Literatur in Olmütz bietet ein hervorragendes Forschungsumfeld. Ich bin während der Arbeit an meiner Dissertation zur deutschböhmischen und deutschmährischen Literatur auf die Arbeitsstelle aufmerksam geworden und habe sie im September 2010 das erste Mal besucht. Ich wurde sofort mit offenen Armen aufgenommen; hier fand ich all das, was mir zu dem Thema in Deutschland dringlich gefehlt hatte: eine umfassende Bibliothek mit deutschmährischer Primärliteratur, eine beeindruckende Datenbank zu über 2000, größtenteils sonst vergessenen Autoren und vor allen Dingen Experten, die sich viel Zeit nahmen, mit mir über mein Dissertationsprojekt zu sprechen, mir Hinweise zu geben und mir vieles zu erklären, dessen ich mir von der deutschen Forschungswarte aus nicht bewusst gewesen war. Seitdem bin ich oft nach Olmütz zurückgekehrt, zu Gesprächen, Tagungen und Seminaren, und habe davon persönlich wie wissenschaftlich immens profitiert. Ich bin sehr dankbar für die großartige Unterstützung, die ich in Olmütz erhalten habe, und kann einen Besuch der Arbeitsstelle jedem, der zur deutschmährischen Literatur forscht, dringend empfehlen.“
Der Besuch von Walter Kudlich in Olmütz
2013 feiert man das hundertjährige Jubiläum der Eröffnung der Hans-Kudlich-Warte oberhalb von Lobenstein/Úvalno, die dank der Initiative von Walter Kudlich, der Gemeinde Úvalno und dem Deutsch-tschechischen Zukunftsfonds vor ein paar Jahren renoviert wurde. Im August und September 2013 werden mehrere Kulturveranstaltungen im Rahmen dieser Feierlichkeiten stattfinden. Alle Interessenten sind herzlichst eingeladen. Nähere Informationen unter: http://www.hans-kudlich.eu/index.html
Newsletter zur Pflege der deutschsprachigen Literatur 6
Unten finden Sie alle bisher erschienenen Nummern des Newsletter zur Pflege der deutschsprachigen Literatur Böhmens, Mährens und Schlesiens. Dessen Erscheinen und Distribution haben akademische und kulturelle Institutionen in der Tschechischen Republik bei einem Treffen im Goethe-Institut in Prag vereinbart, die sich mit deutscher Sprache und Kultur befassen. Der Newsletter beinhaltet diverse Informationen über das Geschehen an einzelnen Institutionen.
Rezension über Literarische Wanderungen durch das deutsche Olmütz
Die Publikation der Arbeitsstelle für deutschmährische Literatur Literarische Wanderungen durch das deutsche Olmütz wurde in der ausländischen Zeitschrift Driesch rezensiert. Hier der Text.
Die Arbeitsstelle für deutschmährische Literatur in Český rozhlas 3 Vltava (Tschechischer Rundfunk 3)

Von 24. 2.–28. 2. 2013 (18:30–19:00) wird die Bearbeitung des Romans Die Rose von Olmütz des spätromantischen deutsch schreibenden Dichters aus dem schlesischen Teschen, Georg Ohm-Januschowsky (1813–1867), in Český rozhlas 3 Vltava (Tschechischer Rundfunk 3) ausgestrahlt. Die Sendung hat Lukáš Motyčka aus der Arbeitsstelle für deutschmährische Literatur der Palacky-Universität in Olmütz vorbereitet.
Besuch des Schlesisch-Deutschen Verbands Jägerndorf
Am 5. Februar 2013 besuchte der ausführende Chef der Arbeitsstelle für deutschmährische Literatur, Dr. Lukáš Motyčka, die Vertreter des Schlesisch-Deutschen Verbandes Jägerndorf. Dieser Verband (und sein Vertreter in Jägerndorf, Herr Horst Westphal) tragen zu freundschaftlicher Pflege der tschechisch-deutschen Beziehungen im Region. Der Verein sitzt im historischen Haus am Hauptring und seine Tätigkeit besteht neben der landeskundlichen Tätigkeit im Angebot der Tschechischkurse und der Führung der öffentlichen Deutschbibliothek. Dieser Besuch ist ein Teil des langfristigen Vorhabens der Arbeitsstelle, ihre Tätigkeit mit den Institutionen in diversen Regionen Mährens und Schlesiens, welche historisch von deutschsprachigen Kultur stark geprägt wurden, zu vernetzten und Zusammenarbeit zu initiieren.
